Seniorenforum 1/2022
6 | THEMA: ÄLTER WERDEN IM LANDKREIS AM BEISPIEL BREITNAU M ittlerweile ist auch in dieses besondere Projekt der Alltag eingekehrt. Und das im besten
A uch wenn die erste Rückschau durchweg positiv ausfällt, wird St. Raphael den weiteren Prozess aktiv gestalten und dafür Sorge tragen, die weitere Entwicklung der Einrichtung unter Ein bindung der örtlichen Institutionen und Bürger zu gestalten. Insbesondere die nun anstehende Erwei terung des Projekts Sonnenhöhe um den zweiten Bauabschnitt mit Eigentumswohnungen wird eine spannende Herausforderung für alle Beteiligten. D ie gut zusammengewachsene Gemeinschaft erlebt in den nächsten zwei Jahren einen deutlichen Zuwachs. Die Baumaßnahme bringt Be einträchtigungen des täglichen Lebens für einen längeren Zeitraum. Die Vielfalt an Vorstellungen, Interessen und Erwartungen wird weiter zunehmen und mehr denn je wird es wichtig sein, mit Umsicht und Offenheit die Veränderungen zu begleiten und auf Gemeinsamkeiten hinzuweisen. S o wächst das Haus Sonnenhöhe zum Quartier Sonnenhöhe und sosehr das Wir heute bereits gelebt und gepflegt wird, wird es in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Projektentwickler, Ge meinde und St. Raphael werden auch hier wieder ihre gemeinsame Verantwortung wahrnehmen und gemeinsam freuen wir uns auch auf eine weiterhin erfolgreiche Zukunft der Sonnenhöhe!
Sinne. Denn unabhängig davon, wieviel Energie in Vorgespräche, Planungen und Diskussionen fließen, ist die Praxis später der Härtetest. Zumal eine Eröffnung mitten in der Corona-Pandemie zusätzliche Unsicherheiten mit sich brachte. Alle Beteiligten stellen heute zufrieden fest, dass Planung und Realität ziemlich deckungsgleich sind und rückblickend selbst der ein oder andere Kritiker des Projekts zu dem Schluss kommt, dass Breitnau mit der Sonnenhöhe einen attraktiven Zugewinn an Versorgungsangeboten erlebt hat. Und die Breitnauer Bürger*innen und Bürger sind es auch, die im Wesentlichen die Angebote in Anspruch nehmen. L etztere sind es auch, die Dank frühzeitiger und transparenter Beteiligungs- und Informa tionsprozesse umfassend Gelegenheit hatten, ihre Standpunkte, Wünsche, Bedenken und Anregungen einzubringen. Dass dabei nicht jeder Wunsch und jedes Bedenken berücksichtigt oder ausgeräumt werden konnte, liegt bei der Vielfalt an Rück meldungen aus den verschiedenen Beteiligungs formaten auf der Hand. Wertvoll war dabei vor allem, dass dieser breite Informationsprozess überhaupt stattfand und damit zu keiner Zeit der Eindruck entstand, die Dorfgemeinschaft bliebe bei der Entwicklung außen vor. Ein weiteres Wir also.
Marco Kuhn-Schönbeck
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